Ich grüße dich, Fenriz! Vielen Dank dafür, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Was gibt es Neues in den Wäldern Norwegens?

Bald gibt es in der Campingsaison eine Pause, durch Klimaveränderungen gibt es immer mehr und mehr kleine schwarze Fliegen, die jeden Trip ruinieren. Also gibt es von Mitte Juni bis in den späten Juli keine Zelt-Ausflüge in den Wald.

Mittlerweile ist es üblich, dass eure Diskografie von euren Hörern in drei Phasen aufgeteilt wird. Die frühe Death Metal-Phase, die folgenden Black Metal-Alben und eben euer aktueller Stil, der sich schon auf der "The Cult Is Alive" abzeichnete. Und auch wenn die Übergänge zwischen diesen Perioden teils fließend waren, würde es mich dennoch interessieren, welche grundlegenden Gedanken euch dazu gebracht haben, die Stil-Wechsel zu vollführen. Waren es natürliche, unbewusste Prozesse, die euer jeweiliges Musik-Verständnis widerspiegelten oder habt ihr die Übergänge aktiv eingeleitet, um mit einer gewissen Haltung der Szene abzurechnen?

Dazu gab es keine grundlegenden Gedanken, zumindest keinen Masterplan. Was passiert, passiert, um "Griffins" seltenes 1972er Album zu zitieren. "Darkthrone" kann sich frei entwickeln, so wie wir Menschen. Erst schnelle und abrupte Veränderungen, dann Langsamere und Dynamischere später im Leben, so wie bei uns Menschen eben. Es ist wie ein Biologie-Experiment: Wie natürlich kann sich ein Bandprojekt von alleine entwickeln? Wir haben ein paar Death Metal-Releases, das vierte Demo und die Alben "Soulside Journey" und "Goatlord". Dann haben wir Alben, die sehr anders sind, die Quadrologie mit "A Blaze In The Northern Sky", "Under A Funeral Moon", "Transilvanian Hunger" und "Panzerfaust", der Bastard von "Total Death". Dann die "Geschwister-Alben" "Ravishing Grimness" und "Plaguewielder". Danach kamen die Freestyle-Alben "Hate Them" und "Sardonic Wrath" und die danach folgenden Freestyle-Alben. So sehe ich das. Wir sehen "Darkthrone" als Haus und wir sind die einzigen, die sich drinnen befinden. Alle andern halten sich draußen auf und wir versuchen ihnen zu erklären, wie es ist, drinnen zu sein.
Ich denke, die "Evolution" der letzten 22 Jahre meiner Songs ist, dass sie immer widerspiegeln was ich mag, beziehungsweise was ich ablehne. Die Dinge, denen ich den Rücken kehre, und die, denen ich mich öffne. Ich war schon immer schnell damit zu entscheiden, wann es Zeit ist einer Band oder einen Style hinter mir zu lassen und eine neue Richtung einzuschlagen. Und ich werde es wieder tun. Ich reagiere sehr sensibel auf die Inflation, Mann.

Kommen wir zu eurem aktuellen Werk "The Underground Resistance". Waren eure letzten drei Alben schon durch diverse Stile geprägt, merkt man "The Underground Resistance" deutlich an, dass es dort weitermacht, wo "Circle The Wagons" aufgehört hat, nämlich bei der Verbindung aller Spielarten des (extremen) Metals, wie es eben Ende der 80er, wo es noch keine klaren Grenzen zwischen den Genres gab, üblich war. Wieso habt ihr euch für diese Herangehensweise entschieden und was macht für dich den Charme dieser Musik-Ära aus?

Ja, Teds Songs sind so. Meine sind eher im Stil der 1980er bis 1985er mit einem Schwerpunkt auf den schnellen Heavy Metal dieser Zeit, dem Speed Metal. Aber ich halte Abstand von den Standard-Heavy/Speed-Riffs, wir sind mit einem Überfluss an Heavy Metal aufgewachsen, jeder hat normalen Heavy Metal zwischen 1980 und 1984 gespielt und es gab sehr viele schlechte und langweilige Riffs, genauso wie es beim Black und Death Metal in den Neunzigern war. Thrash, Death, Black, einfach alles war langweilig in den frühen Achtzigern. Ich musste das durchmachen. Aber jetzt habe ich so viel aufzuarbeiten bei dem Metal der frühen Achtzigern, Dinge, die ich als Kind verpasst habe und ich bete weiterhin den großartigen Metal dieser Zeit an (zum Beispiel "Agent Steel" und die erste "Metal Church", die ich mir seit 1984/85 ständig anhöre, fast 30 Jahre, das musste mich früher oder später inspirieren!).
Der Charme dieser Zeit ist, dass die Alben und Demos in kleinen Studios mit Equipment aus den Siebzigern aufgenommen wurden. Die großen Alben dieser Zeit wurden zerstört, weil versucht wurde sie moderner klingen zu lassen und den Sound des Rocks (70's Sound) durch etwas anderes zu ersetzen. Aber kleinere Bands konnten sich nur das alte (großartige!) Equipment leisten und hatten den besseren Sound. Ich mag zwar den moderneren Achtziger-Sound auch, aber mehr aus nostalgischen Gründen. Mir ist klar, dass das nichts für Rock ist. Ich glaube, viele Heavy Metal-Stile wurden in den Achtzigern festgelegt und auf darauf basieren nun alle neuen Genres. Die Achtziger tragen die ganzen neuen Genres auf ihren Schultern, aber nicht nur das, sie fallen dem Achtziger- (Siebziger-)Sound in den Rücken. Deswegen haben wir, die die Achtziger verkörpern, einen Widerstand, eine Untergrund-Widerstandsbewegung, und wir kämpfen darum, dass die alten Stile immer gepriesen werden, gespielt werden und in Erinnerung bleiben. Das gilt auch für die Ursprünge des Achtziger-Styles, die Musikgeschichte bis zu den Fünfzigern und noch weiter zurück.

Die Reaktionen auf "Leave No Cross Unturned", der erste Track, der von eurem aktuellen Album "The Underground Resistance" publiziert wurde, waren erwartungsgemäß gespalten. Wieso habt ihr euch ausgerechnet für diesen Song entschieden und was ist seine Grundaussage? Besonders die Hommage an euer altes Material am Ende, sowie die Überlänge heben ihn wohl schon von vielen euer aktuelleren Sachen ab.

Das liegt daran, dass das Album diesmal mit einem Song von Ted angefangen hat - der erste Song, der auf die Heavy Metal-Horden losgelassen wird, sollte einer von meinen sein. Und als dann ein Video zu einem Song gemacht wurde, war es wieder einer von Teds Songs. Ist euch aufgefallen, dass auf dem letzten Album mein Song der erste war? Und auf dem Album davor hatte Ted den ersten Song gestellt. Wir machen das seit vielen Jahren so.
Der Song sollte eigentlich ein weiterer Speed Metal-Killer sein, aber dann saß ich plötzlich da und kehrte zu den "Celtic Frost"-Riffs zurück. "Circle The Wagons" hatte keine "Celtic Frost"-Riffs und der Titel-Track von diesem Album schien Richtungsweisend für meinen zukünftigen Sound zu sein. Aber nein, plötzlich machte ich wieder "Celtic Frost"-Riffs und das konnte ich nicht mit Speed Metal verbinden. Oder doch? Ich tat es. Aber ich werde nie erfahren, ob ich das Richtige gemacht habe. Das ist ein komisches Gefühl. Ich wollte den Song immer nach circa neun Minuten, also nach dem Medley des ersten Mittelteils und nach dem zweiten Speed Metal-Teil des Songs abblenden, aber Ted bat mich, das zu überdenken. Also ließ ich den ganzen Song wie er war. Und wieder werde ich nie erfahren, ob ich das Richtige getan hab. So ein komisches Gefühl.

Besonders prägnant und wichtig für das Album ist wohl der klare, klassische Heavy Metal-Gesang. Wieso habt ihr euch dazu entschieden, diesen verstärkt einzusetzen und was macht für dich einen guten Heavy Metal-Sänger aus?

Ich habe inn ausgewählt, weil es zu den Songs passt, weil ich das wollte, und weil ich keine Intentionen hatte, mit "kratzigen" Vocals auf diesem Album zu singen. Dann kamen die "Celtic Riffs" und ich musste kratzige Vocals machen!
Dio war zum Beispiel ein großartiger Heavy Metal-Sänger, was aber gleichzeitig bedeutet, dass alle, die seinen Stil kopieren, langweilig sind. Heavy Metal-Vocals waren oft großartig, wenn sie mit viel Leidenschaft gesungen wurden. Hingegen sind viele Vocals langweilig, wenn man hören kann, dass diese nur nach einem Schema gesungen werden und der Sänger nicht an das glaubt, was er singt. Wie auch immer, es ist Zufall, ob sich etwas in meinen Ohren gut oder schlecht anhört. Wenn es mir gefällt, dann weil es Seele und Charakter hat. Ob der Gesang falsch ist oder nicht... manchmal ist es besser mit Seele zu singen und die Töne nicht zu treffen als die Mainstream-"Alles muss perfekt sein, um es den Kindern im Einkaufszentrum zu verkaufen"- Attitüde zu bedienen. Scheiß drauf.
Es ist eine Grundregel bei vielen, die Metal lieben, dass 1-3 Versionen eines Songs im Studio gemacht werden und die Version gewählt wird, die vielleicht die meisten Fehler hat, aber dafür den meisten Charakter und die meiste Seele.

Eure Werke waren wohl schon immer durch eingängige Melodien und klare Songstrukturen gekennzeichnet, was auf den letzten Alben aber immer deutlicher wurde und auch "The Underground Resistance" trägt diese Merkmale inne. Woher kommt eure Affinität für derartige Songs?

Arrrrgh, ich bewunderte schon immer chaotische Band wie die frühen "Possessed", "Sarcófago", die frühen "Sodom" und so weiter, aber ich fand heraus, dass ich diesen chaotischen Sound nicht selber machen konnte. Wir haben immer klare Songstrukturen gemacht, ich weiß nicht warum. Es hat sich einfach falsch angefühlt, absichtlich chaotisch zu spielen, nur um chaotische Bands zu kopieren. Wir wollten eben nie etwas machen, das nur vorgespielt ist. Wir haben uns diese coolen Bands immer nur von außen angesehen. Es waren eher Strukturen wie bei "Celtic Frost", "Metallica", "Bathory", "Autopsy" und "Black Sabbath".
Woher das kommt? Wir sind in den Jahren 1971 und 1972 geboren, ich habe viele Heavy Rock-Alben aus den Jahren 1973 und besonders 1974, die Songstrukturen waren damals immer klar. Damals gab es keine "Sarcófagos", haha. Ich wuchs mit "Steppenwolf", "The Byrds", "The Doors", "Grand Funk" und "Uriah Heep" auf. Ich hatte nie die Absicht, etwas Chaotische zu machen, das bin nicht ich. Und die riesige Menge an Musik, die ich gemacht habe, zeigt, dass ich keine chaotische Musik mache.

Welche Attribute sind es, die euch trotz eures Bekanntheitsgrades zu einem Teil des Undergrounds machen? Und welche Gefahren für den Underground, die einen Titel wie "The Underground Resistance" hervorbringen, siehst du?

Da besteht keine Gefahr. Das Album ist zu 100 % der echte Achtziger Sound, ohne ausgefallene Schlagzeug-Sounds.
Wir waren nie ein Teil der typischen Overground-Attitüde. Wir zeigten es dadurch, dass wir immer Bass in den Bass-Drums hatten, dass wir immer auf Vinyl veröffentlicht haben, auch in den Zeiten, als Vinyl am Boden war, und wir sprechen immer über die Bands, die cool sind und cool waren, weil es uns wichtig ist und wir wissen, wo die Musik herkommt. Das, worüber wir reden, kommt von Herz, Seele und Verstand, um alles zu vereinen.
Populär hat nicht immer was mit Overground-Attitüden zu tun. Eine Band, die nichts verkauft und talentlos ist, aber den Traum hat, genau so zu werden wie "Cradle of Filth", hat die Overground-Mentalität, weil sie overground sein wollen. Eine Band wie "Dream Death", die sich schon auf ihrem Debüt-Album von 1987 nach "Old School" anhörten, haben jetzt ihr Comeback mit dem selben Sound... Das ist Underground-Mentalität, weil es so aussieht, dass es ihnen nur um die Musik geht. Roh, so wie Rock 'n' Roll und Metal sein soll. Zwar nicht immer, aber meistens.

Was mir an euren Alben schon immer gefallen hat, ist die Tatsache, dass ihr für jedes Album den richtigen Sound und eine passende Produktion gefunden habt. Welche Faktoren sind euch bei eurem heutigen Soundbild wichtig? Was macht deiner Meinung nach den modernen "Darkthrone"-Sound aus?

Nun, als erstes ist es wichtig, nicht in die selbe Falle zu tappen, wie es in Deutschland zwischen 1984 und 85 passiert ist. Soooo viele Metal-Alben hörten sich gleich an, weil sie vermutlich Labels mit einer Assembly line hatten; die "Wir erhalten Qualität, wenn wir alle in dem selben Studio aufnehmen lassen"-Mentalität. Wir haben stattdessen unser eigenes portables Studio in einem Haus, in dem wir unsere eigene Technik anwenden. Damit ist es unser Studio, unsere Instrumente, dort nimmt sonst niemand auf und wir nehmen dort alleine auf, in einem Haus, das wir für diesen Anlass mieten. Das könnte einer der Gründe sein. Außerdem verfälschen wir unseren Sound nicht, weil wir es nicht können. Unser Studio ist zu primitiv, wir können nur Effekte auf zwei Spuren verwenden und das sind normalerweise der Gesang und das Gitarrensolo.

Du selber hast immer wieder betont, dass du dich eher zu den Achtzigern als zu den Neunzigern hingezogen fühlst. Welche Aspekte der damaligen Zeit vermisst du besonders und gibt es auch Entwicklungen in der modernen Musikbranche, denen du positiv gegenüber stehst?

Hingezogen? Ich BIN die Achtziger! Ich bin in den Siebzigern aufgewachsen, mit dem Sound der späten Sechziger und frühen Siebziger. Dann kaufte ich mir mein erstes "Elvis"-Album auf Vinyl im Jahre 77, haha. Danach entdeckte ich "Kiss", "AC/DC", "Black Sabbath", "Iron Maiden", "Metallica" und "Slayer" und danach ging es direkt in die Hölle, wo hooooo! Das ist die Kurzfassung, natürlich gab es noch mehr Bands zu entdecken. Aber die typischen Neunziger-Styles interessieren mich nicht, du kannst meine Musiksammlung durchsuchen, du wirst da nichts finden. Ich habe hauptsächlich Retro-Zeugs aus den Neunzigern wie zum Beispiel "Angle Corpse" oder "Gehennah" aus Schweden. "The Great Deceiver" waren auch gut denke ich, aber sie sind heute vermutlich nicht mehr so cool wie damals.

Gibt es abseits von "Darkthrone" noch Projekte, die du gerade verfolgst, seien sie musikalischer oder unmusikalischer Natur?

Du meinst, ob ich andere Projekte habe? Nein, die Arbeit als DJ nimmt mich ganz ein. Das Präsentieren und Abspielen der Musik anderer Leute war schon immer etwas, das ich tun wollte. Jeder spielt immer nur seine eigene Musik. Immer nur das eigene Zeug. Nein, "Children of Bodom", es ist mir egal, ob ihr in meinem Garten spielt, ich geh woanders hin und höre mir was von "Suburban Lawns" an. Lasst mich in Ruhe.

Neben der Musik ist Skandinavien wohl noch für andere Kunstformen bekannt, mir kommen diesbezüglich Bilder von Künstlern wie John Bauer, aber auch obskure Filmkomödien wie "Nord" in den Sinn. Beschäftigst du dich mit solchen Sachen oder ist das eher eine Angelegenheit der Schweden?

Ich interessiere mich eher für Fleksnes.

Du bist dafür bekannt, viel in den Wäldern Norwegens zu wandern und eher abseits der Zivilisation zu leben. Ist das dein Instrument, um mit den unangenehmen Aspekten der modernen Welt zurecht zu kommen oder ist es ein einfaches Hobby von dir?

Nein, ich muss nicht abseits der Gesellschaft leben, das war früher in den Achtzigern so, wenn du einer von 20 Leuten im ganzen Land warst, der dem globalen Metal-Untergrund angehörte. Der Briefkasten war dein halbes Leben und das war genau das, was dich zu etwas Besonderen gemacht hat, was dich von den anderen unterschied. Total individuell. Heute ist das alltäglicher und durch das Internet weiter verbreitet. Wir hatten damals unser eigenes "geheimes" Internet in den Achtzigern, nämlich die Schneckenpost und das Radio. Ich bin Teil der Gesellschaft seit ich im Jahr 88 eine Job habe, dadurch bin ich immer mit einem Fuß am Boden geblieben. Ich liebe es zu wandern, habe mir aber kürzlich eine Rückenverletzung zugezogen, weil ich mit voller Wucht auf einen Monitor gefallen bin. Ich kann aber vermutlich am Samstag, vielleicht sogar schon morgen wieder Zelten gehen. Es ist großartig in den Boreal Wald zu gehen, ein Lagerfeuer vorzubereiten und Bier zu trinken, einfach da zu sein und Musik zu hören. Es ist ein Teil der norwegischen Gesellschaft sowas zu tun, ich habe schon dreimal Guides für die größte norwegische Zeitung geschrieben. Ich versuche nicht, kein Teil der Gesellschaft zu sein, ich fühle mich eher als öffentliche Person, ich repräsentiere Hard Rock und den vermutlich auch den Satanismus. Ich versuche zu sein, was ich kann und ich will gut sein in dem, was ich tue, selbst wenn ich Fußball spiele. Aber es fühlt sich wie ein Hobby an. Ein Hobby ist etwas, was man tut und man wird dafür nicht bezahlt. Ich glaube, dass das eine sehr seelenlose Definition ist, denn einige meiner Hobbys haben sich in meinen Job verwandelt, aber trotzdem fühlt es sich noch wie ein Hobby an. Es fühlt sich so an wie das, was ich gerne in meiner Freizeit mache.

Fenriz, ich bedanke mich vielmals für deine Zeit und hoffe, dass dich die Fragen trotz der zahlreichen Interviews, die du gibst, nicht gelangweilt haben und wünsche dir alles Gute für die Zukunft. Vielleicht kannst du das Interview mit deinem Lieblingszitat eines Musikers beenden.

Haha, ich lese Musik nicht, ich höre sie mir an. Deswegen habe ich keine Zitate. Aber ein Freund von Bon Scott sagte, er hätte "more moves than a can of worms". Haha, so cool!